Freitag, 27. November 2009

Napier to Wellington: 300km in 8 Stunden für rund 4€

So sorry, dass der Beitrag mit so viel Verspätung (3 Tage) kommt und dass er so lang ist. Beim nächsten mal geb ich mir wieder mehr Mühe :)

Würde hier alles nach meinem Plan gehen, wäre der Trip nicht so billig, nicht so lang und vor allem nicht so erwähnenswert gewesen. Denn eine Busreise muss man wirklich nicht posten.

Aber Gott sei Dank, ich bin ein Backpacker. Das heißt ich ich ändere meine Pläne öfters als ich meine Unterwäsche wechsle. Da das wegen, den manchmal fehlenden Waschmaschinen noch nicht aussagekräftig ist, kann noch hinzufügen, auch öfters als ihr eure Unterwäsche wechselt. Selbst dann wenn ihr unter Inkontinenz leidet.

Also gut. Ben hatte von ein paar anderen Backpacker gehört, dass sie für 5 Kiwidollar von Pahia nach Hastings gekommen sind. Also hat er den Vorschlag gemacht, dass wir doch einfach auch mal hitchhicken.

Hitchhiking … das stand jetzt sicher nicht auf meinem Programm für diesen Trip und vermutlich auch nicht auf meinem Plan für dieses Leben. Aber nachdem mir von diversen Leuten gesagt wurde, dass so ein Jahr W&T in NZee  DAS Abenteuer meines Lebens werden würde, gab ich mir letztendlich gesagt - “Dave, du musst Abenteuerlustiger werden!”

Und so kam es, dass ich diese 300 km lange Strecke als Anhalter hinter mich gebracht habe.

IMG_0223ich hatte gehört, dass man als Anhalter, nicht heruntergekommen oder gefährlich aussehen darf, also habe ich meine besten Klamotten (gut so viel Auswahl, habe ich da jetzt nicht wirklich, vor allem, weil ich das letzte Mal vor gut einer Woche Wäsche gewaschen habe) angezogen und schon konnte es los gehen…

Wir haben uns dann in Hastings am i-Site getroffen (mit etwa 40 Minuten Verspätung) und Yannick hat uns mit seinem Auto noch ein bisschen aus der Stadt gefahren. Road 2 – Richtung Wellington. Da Yannick einen Job in Hawkes Bay hat, ist das dann wohl tatsächlich das letzte Mal gewesen, dass die Reisegruppe Hastings an einem Platz versammelt war. Zumindest in diesem Jahr, wer weiß, was noch alles so kommt.

IMG_0224Aber genug davon. Ben und ich standen nun also als unerfahrene Anhalter am  Straßenrand. Wir haben uns dann ein Schild mit der Aufschrift “Wellington” gemacht und uns schön sichtbar hinter einer Kreuzung am Straßenrand postiert. Wir dachten “Daumen hoch – und los geht’s”, aber so einfach, war es dann leider doch nicht, denn:

  1. In Neuseeland fahren einfach nicht so vieler Autos
  2. Deshalb kamen nicht sehr viele Autos auf uns zu
  3. Die meisten Autos die auf uns zukamen, sind an der Kreuzung abgebogen
  4. Viele von den restlichen Autos, waren Pickups die keinen Platz für uns hatten
  5. Der Rest hat uns nicht mitnehmen wollen

Das hat uns dann doch ganz schön frustriert und wir haben uns schon überlegt, ob wir einfach ein paar Regeln, des Hitchhikens nicht kennen oder einfach an der falschen Stelle stehen. WIr hatten auch den Gedanken unser Schild durch ein “This way” – oder eine Stadt die auf dem Weg liegt zu ersetzen.

Von alledem haben wir aber nichts getan. Stattdessen habe ich einen Blick in meine Bibel geworfen und gesehen, dass sich nach einem Stückchen Weg, 2 weitere Straßen der Road 2 anschließen. Das klingt doch mal ganz gut. Also haben wir, nachdem wir schon ca. vierzig Minuten vergeblich gewartet haben.  die Backpacks umgeschnallt und sind der Straße gefolgt. Wann immer wir eines der seltenen Autos gehört haben, haben wir uns umgedreht, das Schild hochgehalten, den Daumen hoch und versucht trotz der grellen Sonne zu lächeln.

Immer noch kein Erfolg. Wir haben uns dann überlegt, ob wir dann um 11 oder 12 Uhr die Straßenseite wechseln um nach Hastings zurückzutrampen und dann den Bus nach Wellington nehmen. Auch die Kreuzung die ich gesehen hatte, wollte einfach nicht kommen. Aber nachdem wir 80min am Straßenrand gestanden hatten, wurden wir tatsächlich aufgelesen.

Das Auto wirkte recht klein und war schon recht gut beladen, und die quietschenden Bremsen wirkten auch ein bisschen beägstigend, aber Lift is Lift.Und nachdem wir gesagt hatten, dass wir “from Germany” sind, bot uns Steve einen Lift nach Palmerston North an. Also haben wir unser Zeugs ins Auto gequetscht und sind bei Steve mitgefahren.

Wir haben uns dann mit ihm über Gott und die Welt unterhalten und erfahren, warum Fleisch tötet, die wahre Krise noch bevorsteht, 9/11 ein Insidejob war, ein one-world.government bevorsteht und alles den Bach runtergeht.

Zwischendurch haben wir dann eine Kaffeepause gemacht und nachdem Steve seine Vorderseite im Heck, eines parkenden Autos versenkt hatte, gab es dann Kaffee mit Muffins (oder Sandwich).

Wir konnten Steve nicht davon abbringen uns den Kaffe zu spendieren (Is that my or your car? – Okay than I’ll pay for the coffee), konnten wir immerhin für das Essen bezahlen.

In Palmerston North angekommen, hat Steve uns dann noch freundlicherweise auf die andere Seite der Stadt gebracht und als wir ihm dann Geld für das Benzin angeboten haben, wollte er davon nichts hören.

Wir haben dann Mittagspause gemacht. Und als ich dann mit meinem Campingbesteck meinen Reis mit Fisch vom Vortag aus der Tupperdose (wichtige Utensilien für einen Backpacker) essen wollte, hielt auch schon das nächste Auto für uns.

Monique – und ihre zwei Kinde wollten uns einen Lift geben. Naja, da hat man sich wieder gut unterhalten und am Ende wollte auch sie wieder kein Geld nehmen. Diesmal hat Ben dann aber darauf bestanden und kurzerhand 10 NZD ins Auto gelegt.

Und so sieht die Reise dann im ganzen aus:

  • Bus Napier – Hastings: 22 min - $3.50
  • Zum i-Site gehen: 3 min
  • Auf Ben Warten: 42 min
  • Mit Yannick aus der Stadt fahren: 5 min
  • Auf den ersten Lift warten: 1h 20min
  • Hastings – Palmerston North, mit einer langen Cafepause: 3h 15min
  • Auf den nächsten Lift warten: 10min
  • Palmerston North – Wellington: 2h 10min – 5.00 $

Alle Zeiten habe ich mit meinem Iphone gestoppt und hier mehr oder weniger gerundet. Alles in allem hat der Trip 8h 2min gebraucht, wobei ich das Ende etwas verzögert gestoppt habe…

Montag, 23. November 2009

Cape Kidnappers

Der dritte Post innerhalb von 24 Stunden...

So nach der spontanen Entscheidung an der Tour teilzunehmen hatte ich auch das Glück dass die Buspläne eine Woche zuvor geändert - und der Bus den es auf den Plänen nur unter der Woche gab und den ich am Samstag nehmen wollte (ich hab hier ein bisschen mein Zeitgefühl verloren...) ist tatsächlich gekommen.

Da hatte ich mich grad damit abgefunden eine Stunde zu warten und mein Campingebesteck ausgepackt um meine Brote zu schmieren und dann hält einfach dieser Bus vor meiner Nase. Wie frech !

Aber was soll ich machen. Mit von der Partie waren dann außer dem Markus und mir, ein paar von der Youth-group, der Youthgroupleiter (?) Wym (oder so ähnlich) und ein paar vom EIT (Uni).

Der ganze Walk ist, am Strand und zwar so, dass man Low- und Hightide mit einberechnen muss. Es sei denn man will schwimmen, aber das war jetzt nicht ganz unser Plan. Ansonsten war es eigentlich eine ganz bequeme Geschichte - etwas kürzer als das Tangariro Crossing und definitiv nicht so anstrengend. Und dank unserer Hike and Tramperfahrung waren wir natürlich auch immer schneller als die angegebenen Zeiten.

Viele von uns mussten dann ihre Schuhe aufgeben, das die Gezeiten sich nicht ganz an den Plan halten wollten. Doch ein paar tapfere Veteranen der pädagogischen Käseglocke, konnten dies durch ein paar Kletterpartien vermeiden...

















Was kann man auf so einem Trip denn alles machen ist die große Frage. Also zum einen könnte man doch etwas essen. Man ist doch einige Stunden unterwegs. Und das ist auch gleich eine gute Gelegenheit zu beweisen, dass ich tatsächlich Äpfel esse :)






Am Ende dieses Capes liegt dann ein Hügel.

Wenn man den bestiegen hat, gibt es natürlich eine Menge schöner Aktivitäten, die man dort machen kann.






Zum Beispiel gibt es dort wirklich sehr, sehr, sehr, ... viele Vögel. Es gibt einen Zaun, bis zu dem die sich bewegen. Und aus irgendeinem Grund gehen sie aber nicht weiter. Die kann man dann zum Beispiel mal beobachten.

Das ist ja dann ganz schön, aber noch lange nicht meine Lieblingsaktivität. Denn natürlich hab ich meine Kamera dabeigehabt. Und zu zweit kan man mit einer Kamara einfach eine Menge lustiger Sachen machen. Vor allem, wenn man ein bisschen mit der Burstfunktion rumspielt.


Doch am Ende muss man sich auch einfach mal hinsetzen und die Aussicht genießen.





Und nach diesem erfüllten Tag kommt dann aber auch der Rückweg. Leider war die Sonne dann schon ein bisschen weg. Und nachdem ich die ganze Zeit meine Schuhe anbehalten konnte, wollte ich dann doch noch ein bisschen durch das kühle Nass desPazifiks waten

Hastings

So nach meinem wirklich angenehmen Aufenthalt in Napier - es ist so schön seine Sachen einfach mal liegen lassen zu können un nicht jedes mal seinen Rucksack mit allen Wertsachen füllen zu müssen oder ihn sogar im Zimmer lassen zu können, wurde ich auf den Weg nach Hastings gleich in die harte Backpackerrealität zurückgeworfen.

Zuerst durfte ich mit meinem ganzen Zeug auf den Rücken, zur Bushaltestelle laufen - eine gute dreiviertelstunde mit 20 - 25 Kg auf dem Rücken um zu einer Bushaltestelle zu gelangen, von der man weder weiß, wo sie eigentlich genau ist, noch wann die Busse fahren.

Dann gab es das nächste Problem. Die Straße in der mein Hostel lag, war im Lonely Planet nicht zu finden. Später hab ich herausgefunden, dass sie von der Legende verdeckt wird. Aber was tun - ich bin dann irgendwo in Hastings ausgestiegen und habe einfach mal das beste gehofft.


Dieses Glück hatte ich dann auch. Ich bin nur einen Block vom i-Site (die Anlaufstelle für Ortsunkundige schlechthin) gelandet. Dort habe ich dann auch eine wunderbare und umfassende Karte von Hastings und Umgebung bekommen.

Der Weg bis zu meinem Hostel hat dann auch nur noch eine weitere Dreiviertelstunde gedauert. Das klingt zwar lange und wenn man sein Backpack trägt erscheint es einem noch länger, aber beim Blick auf die Karte hatte ich gehoft wenigstens noch am selben Tag anzukommen...


Das Hostel war dann ... interessant. Das Cactus Jacks war zwar heruntergekommener, aber trotzdem war mir das lieber. Das Hostel hieß AJ's Backpackers und wurde von einer älteren, leicht schrägen Frau geleitet. Es gab keinen wirklichen Plan, wer wo schläft, man musste weder wirklich ein noch auschecken und man hat keine Schlüssel bekommen.

Daher standen alle Türen 24/7 sperrangelweit offen. Das war dann auch das erste mal, dass ich für die Ladung an Schlössern und Drahtseilen das erste mal so richtig dankbar.

Die Küche war dann auch vollkommen chaotisch - keine Labels und jeder hat sein Zeug einfach irgendwo hingestellt - ich hab meins in der Tüte gelassen und mit einem Reiseschloß gesichert :)

Das Bett war dann unerwartet bequem und mein Schlaf wurde nur von dem nahen Verkehr und dem Schnarchen meines Zimmergenossen gestört.


Der Tag darauf war dann ganz der Jobsuche gewidmet. Ich hab ca 10 Packhäuser( und damit die dazugehörigen Plantagen) 2 Job Agencies und ca 15 Läden die einfach auf dem Weg lagen, abgeklappert - reingehen, nach nem Job fragen, rausgehen und zum nächsten gehen.

Naja - am Ende des Tages gab es dann immer noch keinen Job für den armen David. Dafür hatt ich aber wieder mit dem Markus getextet und mich für den Cape Kidnapperstrip am nächsten Tag angemeldet.

Sonntag, 22. November 2009

28 Days New Zealand - Zahl(en) Tag

So zumindest zum Zeitpunkt des Verfassens, bin ich genau vier Wochen in Neuseeland. Und die Daten die ich verwende, sind auch genau von diesem Datum. Daher wird wann auch immer dieser Post veröffentlicht wird, alles immer noch stimmen...

Aber ich beginne abzuschweifen. Also der Punkt ist: Ich bin jetzt schon seit 4 Wochen in Neuseeland.

Was heißt das:

1.) Ich kann also doch eine ganze Weile ohne das Hotel Mama überleben.
2.) Ich bin so lange von Zuhause weg, wie noch nie zuvor in meinem Leben
3.) Ich bewege mich immer noch Richtung Süden
4.) Ich habe inzwischen eine Menge unwichtige statistische Zahlen, die ich mit euch teilen kann.

Und weil money talks & bullshit walks, fange ich auch gleich mit dem schnöden Mammon an.

Bis dato habe ich rund $1750 ausgegeben. Das ist $250 besser als geplant, auch wenn ich das vor allem dem billigen Reisen in der Reisegruppe Hastings und meinen Gratisunterkünften beim Markus zu verdanken habe.

Wenn man die ganzen Einmalanschaffungen abzieht, dann sieht das ganze mit rund $1500 sogar noch besser aus.

Und jetzt mal eine Aufschlüsselung
  • Unterkünfte: $600
  • Essen: $400
  • Touren, Eintritte, etc: $280
  • Alltagsgegenstände: $250
  • Handy, Internet etc: $90
  • Transport: $80
  • Duschgel, Sonnencreme, etc: $50
  • Wäsche waschen: $10
Alles natürlich grob gerundet.

Punkt zwei. Fotos

Ich habe hier inzwischen 1091 Fotos geschossen oder 3,93 GB
Das entspricht fast 39 Fotos und 140 MB pro Tag. Also doch etwas zu viel um sie alle in voller Größe hochzuladen.

Auckland - 224
Tauranga - 56
Rotorua - 183
Taupo - 174
On the Road - 3
Napier - 419 (dank einiger Burstserien)
Hastings - 29

Not included sind die Bilder von meinem Iphone oder die ich von anderen Leuten bekommen habe

Insgesamt verfüge ich jetzt über 1807 Fotos die gut 6GB Speicherplatz verbrauchen

Und wo wir schonmal bei Dateien und Speicherplatz sind. Auf meiner externen Festplatte habe ich von 149 GB bereits 97 benutzt - das entspricht knapp 66%.

Ich habe inzwischen 9 verschiedenen Betten und in 7 verschiedenen Locations und 5 verschiedenen Backpackers geschlafen;
3x in Auckland
1x in Tauranga
1x in Rotorua
1x in Taupo
2x in Napier (no Backpackers)
1x in Hastings

Was gibt es ansonsten noch für Zahlen:

Nachdem ich gestern das erste Mal in Neuseeland eine Waage gesehen habe, kann ich berichten hier 3 kg abgenommen zu haben.

Meine Haare sind auch gewachsen: Die Länge hab ich nicht gemessen aber hier ein paar Vergleichfotos.



Donnerstag, 19. November 2009

Napier

Hi Leute,

Auf meiner langen und zum Glück nicht allzu beschwerlichen Reise durch das wunderschöne Neuseeland habe ich die nächste Station erreicht. Hawkes Bay und noch genauer Napier – die Art Deco Hauptstadt der Welt (hab ich gelesen keine Garantie).

Die Abfahrt aus Taupo erfolgte wie erwartet nicht wie geplant um 13:00 sondern eher um halb drei. Mittagessen, Auto abholen, sich verabschieden und chillen brauchen halt ihre Zeit. Wir sind dann gegen halb fünf in Napier gewesen und eine Viertelstunde später wieder draußen, weil ich dann erfahren habe, dass ich nicht in Napier sondern in einem Vorort – Taradale – abgesetzt werden will.

Da hab ich dann die Reisegruppe Hastings (die sich in Napier aufgelöst hat und ich wahrscheinlich das einzige Mitglied bin, dass in naher Zukunft nach Hastings kommt) gegen den Markus eingetauscht. Ein guter Deal, endlich mal jemand mit dem man Englisch reden kann.

Ich bin dann erstmal bei ihm in der Kirche gewesen, und habe beim Touch Rugby mitgespielt (das ist Rugby ohne den interessanten brutalen Part) – ich habe fast nichts verstanden, aber das ist immerhin ein Upgrade zum letzten mal…

Beim Markus zu Hause (ahh ist das schön endlich mal sein Zeug unbewacht lassen zu können) war ich dann der siebte im Bunde. So viele hatten auch wir zu Hause selten , wenn ich mich recht erinnere. An dem Abend waren wir noch schwimmen. $ 3,10 ist eigentlich ein fairer Preis, auch wenn die vollgeschissene Toilette ein bisschen widerlich war. Aber zum Glück musste ich nicht.

Am nächsten Tag habe ich mir das Fahrrad von Markus Hostbrother Glen geborgt (Linksverkehr ist echt beängstigend, wenn alle anderen Verkehrsteilnehmer, mindestens doppelt so schnell und zehnmal so schwer sind) und bin nach Napier rein gefahren. Da habe ich dann erstmal den Lonely Planet konsultiert, was man hier denn so machen kann und habe mit einer Art kleinem Art Deco Walk angefangen.

Tom Parker Fountain


Pania of the Reef

Soundshell Stadium


Und noch eine Menge mehr…

(aber diese Figur ist wahrscheinlich nicht Art Deco ...)

Dann kam der Markus zu seiner Mittagspause und hat mir gezeigt, dass ich einmal um diesen Brunnen laufen, und ihm ein High Five geben muss –gesagt getan.

Dann ging meine Erkundungstour weiter mit…


Den Sunken Gardens

Und dem "Strand"


Danach habe ich den einfachen und lockeren Weg (nach Mt Doom ist alles einfach) zum Bluff Hill Lookout hinter mich gebracht. Dort hab ich die schöne Aussicht genossen und natürlich ein paar Fotos geschossen…

Am nächsten Tag hab ich dann den Markus zu seiner Daycare begleitet – kleine Kinder können echt anstrengend sein

Und ich habe zwei wichtige Backpackererfahrungen gemacht

  1. Sich unter einem Heizstrahler nach dem Regen trocknen
  2. Keine Ahnung zu haben wo man am nächsten Tag sein wird. Denn alle Hostels die ich angerufen habe, waren leider schon ausgebucht, erst heute um 11 habe ich dieses Problem lösen können
Naja jetzt gehts auf nach Hastings

Sonntag, 15. November 2009

Tongariro Alpine Crossing

Hi Leute,

inzwischen hab ich meine erste größere Wanderung hinter mir. Den Tongariru Alpine Crossing Track.

Diese Strecke wir laut Lonely Planet von vielen als die schönste Tagesroute in Neuseeland bezeichnet. Aber leider kommt man nicht wieder beim Ausgangspunkt an, sondern muss einem Busservice nehmen, der einen am anderen Ende des 19 km langen Weges wieder abholt. Und aus irgendeinem Grund fahren die letzten Retunbusse um 16:30, das heißt bis dahin muss man den Weg hinter sich haben. Da das ganze ein Tagesmarsch ist, geht das ganze um 6:20 los und folglich muss man um 5:30 oder so aufstehen.

Aber wie man es von der Reisegruppe Hastings nicht anders erwarten kann, sind wir gerne bereit auch diese Last zu tragen und wir standen alle (mehr oder weniger) munter um 6:20 vor dem Hostel, und warteten auf den Bus.

Die eigentliche Strecke ist 19km lang und locker in 4:30 h zu bewältigen. Doch für jeden der etwas mehr Herausforderung möchte gibt es zwei Gipfel die man besteigen kann. Der zweite und kleinere ist der Tongariro.

Und es gibt den richtig anstrengenden und steilen Mt. Ngauruhoe.



Bei dem haben wir uns gedacht way to go mate. Endlich ein bisschen Herausforderung und mit den paar km haben wir dann am Ende des Tages auch mehr als nen Halbmarathon hinter uns.

Und es kommt noch besser. Dieser Vulkan ist auch unter dem Namen Mt. Doom oder auf Deutsch der Schicksalsberb bekannt. Hier musst Frodo also rauf um den Ring zu zerstören. Der Berg ist zwar ganz schön - aber screw you Peter Jackson. Es hätte so viele flachere / weniger anstrengende Berge gegeben, die auch beeindruckend aussehen. Aber nein, man muss dieses Monstrum nehmen.

Und der Sturm da oben macht das ganze auch nicht besser. Als erfahrener Surfer würde ich mal tippen, dass wir mindestens 60 km/h da oben hatten.



Aber wenigstens war die Aussicht von da oben geil Und man hat eine der vielen LOTR Attraktionen abgehakt.
Nachdem wir für den Weg hoch 2 Stunden gebraucht hatten, waren wir aber nach einer halben Stunde wieder unten. Ein rutschiger Boden hat halt auch seine Vorteile.

Der Rest des Weges war dann recht gemütlich. Es gab zwar noch ein paar steile Strecken, aber kein Vergleich zum Schicksalsberg. Zum Glück bedeutet das nicht, dass es nicht noch die ein oder andere schöne Stelle gibt.



Trotzdem waren wir dann am Ende des Tages - nach ~24 Kilometern und 7:50h mehr als k.o. so dass wir unsere Pläne, die Clubs von Taupo unsicher zu machen, leider verschieben müssen

Der Weg nach Taupo

Hallo Leute,
So mit ein bisschen Verspätung kommt jetzt der erste Teil über die Taupo Reise. Wir hatten eigentlich vor direkt nach Taupo zu fahren und dann eine Runde zu chillen, dann wäre der Post jetzt aber schon vorbei. Deswegen haben wir uns entschlossen den Weg interessanter zu machen.

Davor haben wir allerdings einen zwischenstop bei der Bibliothek gemacht, weil wir das Free Wifi ein letztes Mal genießen wollten. Allerdings haben wir zu lange geparkt, was das Wifi ein bisschen teurer gemacht hat. Leider ist das Internet dadurch auch nicht schneller geworden.

Aber auf jeden Fall ist es danach besser geworden. Wir waren auf dem gemütlichen langsamen Weg nach Taupo und haben alle 20 Kilometer eine kleine Pause eingelegt. Die Landschaft war zwar geil, aber das war nicht der wahre Grund - dieser Grund war natürlich der Kühler. Wir haben auf der Fahrt wahrscheinlich 2 Liter Kühlwasser verloren. Das klingt krass, ist auch krass, aber das Auto ist inzwischen in der Werkstatt (es gibt hier in Taupo sogar eine Werkstatt, die nur Kühlerprobleme behandelt, irgendwie ist das strange).

Irgendwann haben wir dann ein Schild gesehen. Zu den Huka Falls. Hey das klingt geil haben wir uns gedacht. Folglich haben wir unsere Reiseroute auch ein bisschen abgeändert und eien kurzen Zwischenstopp bei diesen Wasserfällen eingelegt. Aber wir haben nichts großartiges gemacht. Es hätte zwar anscheinend einen kleinen oder vielleicht auch einen größeren Wanderweg gegeben, aber den haben wir übersprungen. Wir haben nur ein paar Fotos geschossen. Natürlich jeder mit seiner eigenen Kamera - ist ja sonst langweilig.



Die Weiterfahr hat nicht lang gedauert. 5 Minuten später haben wir auf der rechten Seite ein Schild gesehen. "Moon Craters". Das klingt doch mal interessant. Also sind wir auch da stehen geblieben. Es war wieder ein rauchender-Erde-Park. Die Gegend hier scheint wohl stark von vulkanischer Aktivität geprägt zu sein.