Hi Leute,
wie ich bereits angekündigt, bin ich heute mit den Delfinen geschwommen. Weil die Tour um 5.30 angefangen hat, durfte ich heute dann schon um 4.30 aufstehen. Da kommt so richtig Freude auf. Aber wenn das der beste Zeitpunkt ist, dann muss es wohl sein.
Allerdings haben wir dann bis 6.30 Introduction gemacht. Wetsuits, Taucherbrillen und Flossen verteilt und anprobiert, Einführungsvideos und Werbefilme angeschaut und lauter solche Dinge. Aber gut, um 6.30 waren wir dann auf dem Wasser und um 7.00 haben wir dann auch die ersten Delfine gesehen.
Was man noch dazu sagen muss. Dieses Delfinschwimmen findet im Meer und mit wilden Delfinen statt. Das heißt die Delfine sind nicht speziell darauf abgerichtet mit den Schwimmern in irgendeiner Art und Weise zu interagieren oder sonst irgendetwas zu tun. Sie können auch frei herumziehen, weshalb man sie jedes mal aufs Neue finden muss.
Der erste Delfinschwarm den wir gesehen haben, fand unser Skipper zu klein – der nächste ungefähr 5 Minuten später, schien sich nicht für das Boot zu interessieren und das ist dann wohl kein Zeichen dafür, dass sie sich dann für die Schwimmer interessieren. Also sind wir weiter gefahren und irgendwann haben wir auch tatsächlich einen Delfinschwarm gesehen, der a) groß genug und b) interessiert war.
Also, Masken an, Neo zu und ab geht’s ins Wasser. Bei 13°C fühlt sich das dann bei den wenigen freien Stellen doch arschkalt an. Aber man bewegt sich ja und irgendwann ist es einem egal, dass man seine Hände nicht mehr spürt.
Jetzt wie hat man sich so ein Delfinschwimmen vorzustellen.
Also man hat circa 15 Schwimmer, die in der Kälte im Wasser sind und folgendes tun um die Delfine zu unterhalten (damit sie kommen UND bleiben):
1.) Tauchen – das ist aber schwer, da der Neo einen extremen Auftrieb hat und man keine Gewichte bekommt
2.) Mit den Delfinen im Kreis schwimmen – das passiert auch nicht so oft, weil da die Delfine erstmal da sein müssen und obendrein viel schnellere Schwimmer sind
3.) Lustige Geräusche machen: Singen, Heulen, Klicklaute. Delfine sind sehr auditiv, das heißt jedes Geräusch ist interessant und wird begutachtet
Man hat da also seinen Pulk von Menschen im Wasser, der durch seine Schnorchel ein vollkommen disharmonisches und unkoordiniertes Geheul abgibt, ab und zu taucht und jedes Mal wenn ein Delfin gesehen wird, unkoordiniert die Richtung wechselt.
Ab und zu schaut man dann hoch, in Richtung Boot wo der Skipper dann anzeigt, falls die Delfine grad woanders hin geschwommen sind.
Das klingt jetzt erstmal alles nicht wirklich prickelnd, aber es ist schon so richtig geil, 30cm entfernt von einem Delfin zu schwimmen oder einen Delfin direkt neben sich aus dem Wasser springen zu sehen. Leider ist meine Kamera nicht Unterwassertauglich, weshalb ich davon dann keine Fotos machen konnte.
Wir sind dann eine Dreiviertelstunde (vielleicht auch eine ganze Stunde) im Wasser geblieben, was ein extremer Glücksfall ist. Normalerweise muss man nämlich ziemlich bald wieder aufs Boot, weil die Delfine weiterziehen.
Auf dem Weg zurück zum Boot, hatte ich dann mein persönliches Highlight. Weil ich (fast) der letzte im Wasser war, konnten sich die Delfine ganz auf mich konzentrieren. Und wie ich dann so zum Boot zurückgeschwommen bin, sind sie alle ganz dicht unter mir geschwommen. Sogar nah genug zum Anfassen (ich habs ausprobiert).
Normalerweise kommt dann danach der Part, wo man auf dem Boot bleibt und die Delfine beobachtet. Da schießt man dann normalerweise auch seine Fotos. Aber weil in der Nacht davor ein Orca in der Gegend gewesen ist, haben wir lieber den gemacht und ein bisschen Whalewatching betrieben. Leider sind die Viecher auch immer nach wenigen Sekunden wieder im Wasser verschwunden, weshalb es auch davon keine Bilder gibt.
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