So bevor ich euch etwas über Kaikoura erzähle, habe ich meinem Bruder noch versprochen euch ein Bild von dem Pool in meinem letzten Hostel hochzuladen. Der endgültige Beweis, dass selbst Backpacker auch ein kleines bisschen Luxus genießen dürfen.
Damit lassen wir Blenheim endgültig hinter uns (es sei denn ich komme da nochmal zum Arbeiten hin, das ist ja gar nicht mal so unwahrscheinlich) und widmen uns dem wunderschönen Kaikoura.
Also diese Stadt – auch wenn man bei 3850 Einwohnern (laut LP) eher von einem Dorf sprechen müsste, aber in Neuseeland ist das ja eh alles ein bisschen seltsam – liegt auf einer kleinen Peninsula und sieht richtig Hammer aus. Außerdem ist Kaikoura für seine Wasserlebewesen und die damit verbundenen Aktivitäten ( Whalewatching, Dolphinswimming, Sealswimming, Lobsterfishing und noch vieles mehr) bekannt. Außerdem ist es auch einer der zwei besten Surfspots der Südinsel. Allerdings habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können, was der andere ist. Und Wandern kann man hier auch noch – weiter raus auf die Halbinsel, die sich dann noch ein bisschen über das Wasser erhebt und dann dort entlang spazieren.
Den hab ich heute auch gemacht. Aber bevor ich dann auf den Hügel gehen konnte, wurde ich von dem ersten Point of Interest aufgehalten, der Seal Colony. Das ist – surprise – ein Stück Strand an dem man sehr, sehr, sehr gute Chancen hat, wein paar Seals – zu Deutsch Seehunde zu sehen. Und wie es der Zufall wollte, hab ich dann auch gleich einige gesehen.
Diese Seals sind auch wirklich putzige Tiere. Die meiste Zeit liege sie einfach rum und sonnen sich. Dann ab und zu erheben sie sich und in ihrer unbeholfenen “Gangweise” bewegen sie sich ins Wasser. Aber so wie sie sich fortbewegen, sind sie wirklich nicht für das Leben an Land geschaffen worden. Und die meiste Zeit sind sie auch absolut ruhig. Nur wenn sich ihnen nähert, um beispielsweise ein Foto zu bekommen, werden sie manchmal ganz plötzlich laut wirken dann doch ganz schön aggressiv.
Aber sie beißen trotzdem nicht. Nachdem ich dann eine gute Stunde damit verbracht hatte, diese Tiere zu beobachten, hab ich mich dann doch tatsächlich noch von ihnen losreißen können und bin dann den Walkway langgegangen. Da gab es dann leider keine Seals mehr. Aber als Entschädigung gab es dann wunderschöne Aussichten. Ich glaube Kaikoura hat sich damit zu einem meiner Lieblingsspots in Neuseeland gemacht.
Schade war nur, dass mein Heuschnupfen sich dann irgendwann doch zurückgemeldet hat. Inzwischen blüht hier dann doch zu viel. Aber auch damit kann man sich dann abfinden.
Ansonsten hab ich heute dann nicht mehr allzu viel gemacht – das reicht auch für einen Tag. Ansonsten geht es mir noch so wie dem Schweizer von gestern, der hatte gemeint, dass ihm am Ende der Reisestress die ganze Freude verdorben hat. Morgen früh muss ich dann auch früh raus. Um 5.30 a.m. (!) ist Delfinschwimmen angesagt. Das war der einzige Termin der noch nicht ausgebucht war, und laut meinem Typen an der Rezeption ist das sowieso die beste Zeit dafür.
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