DIe ruhigen, entspannten (und billigen) Tage habe ich dann in einem Adrenalinkick enden lassen, der noch für die nächsten Wochen reichen sollte. Das Loch das das ganze dann im Geldbeutel hinterlassen hat, war dann auch entsprechen auf.
Es handelt sich dabei natürlich um einen Skydive, zu deutsch Fallschirm(-tandem-)sprung. Ich hatte ja eigentlich geplant, an meinem Geburtstag in Taupo zu springen, aber ich hatte von so vielen gehört, dass Nelson (bzw. Abel Tasman) viel schöner sein soll.
Also hab ich bei denen angerufen, mir den nächsten Termin geben lassen und bin dann dahin gefahren. (Oder hab mich von ihnen abholen lassen). Ich hatte dann leider nicht den absolut blauen Himmel, den wir die letzten Tage gehabt hatten. Aber zum Glück waren die Wolken nur auf der Seite der Berge und ich hatte freie Sicht auf das Meer.
Am Flughafen angekommen, wurde uns dann erst einmal ein Video von anderen Skydivern vorgespielt um uns einzustimmen und natürlich zu zeigen wie toll es doch ist so ein Video zu haben. Mit diesem hinterhältigen Trick haben sie es dann auch geschafft uns das komplette Paket mit Foto und Video zu verkaufen (das wollte ich zwar sowieso nehmen, aber egal…)
Dann wurden mir mein Instructor und Mitspringer, Scruffy (ich dachte den Namen gibt es nur in Futurama) und Luke mein Kameramann vorgestellt. Dann habe ich mich eingekleidet, das heißt ich habe meinen Helm, meine Brille, einen stylishen Springeranzug und ein Trapez bekommen.
Danach sind wir in den Flieger eingestiegen. Das war eine richtig kleine Maschine in die wir 6 (2x Springer, Instructor und Kameramann) gezwängt haben. Aber das beunruhigende ist, dass der Aus- und Eingang nur eine Plexiglasscheibe ist, die man einfach zuschiebt.
Und noch ein paar Bilder aus dem Flieger
Im Flieger bin ich dann an meinen Instructor geschnallt worden. Und dann war es irgendwann soweit und wir haben dann die Klappe geöffnet und sind langsam aber sicher an den Ausgang gerutscht. Das war dann so ziemlich der Moment an dem ich mir gedacht habe: “Oh mein Gott! Was machst du da! Hast du dafür wirklich Geld ausgegeben???”
Mir wurde davor gesagt, dass ich einfach lächeln und die Augen offen halten solle. Also habe ich meine ganzen Ängste etc. runtergeschluckt los ging es.
Und dann sind wir (die da draußen am Flugzeug hängen) gleichzeitig abgesprungen.
Und dann war ich im Freefall. Das Gefühl ist absolut unbeschreiblich und das Adrenalin blockiert dann so ziemlich alle Sinne.
Mit 200 km/h Richtung Erde
Irgendwann haben wir dann den Fallschirm geöffnet und dann hab ich einen Ruck gespürt und wir sind ziemlich schnell auf 20 kmh abgebremst. Der Kameramann ist noch etwas weiter geflogen um noch vor uns am Boden zu sein. Nach einer Sekunden war er dann verschwunden.
Wir haben dann noch ein paar Kreise gezogen und mit einem Fallschirm kann man sich wirklich gut amüsieren. Man dreht sich dann in der Luft und das ganze ist besser als Achterbahn. Nur die Trapezgurte waren etwas einschneidend.
Es hat dann nicht mehr lange gedauert, bis wir am Erdboden waren… und da war das schöne Ereignis schon vorbei
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