Sonntag, 14. März 2010

Von Wellington nach Tauramanui

Grad war mein Blog noch aktuell und jetzt gibt es wieder so viel nachzuholen… Das kommt davon, wenn es kein anständiges (wireless) Internet gibt. Aber dann fang ich halt mal wieder von neuem an dem Traum “up-to-date” hinterherzujagen.

Waunganui (6. März)

Aus Wellington bin ich dann mit dem Bus nach Waunganui gefahren. Wieso denn ausgerechnet mit dem Bus – naja, Wellington ist schon wieder so groß, dass es sich nicht so einfach raushitchen lässt.

Und wieso nach Waunganui? Auf meiner großen, halb gedachten und halb schriftilichen Liste von DIngen die ich hier noch gerne machen würde, stand auch die Whaunganui River Journey (die Schreibweise mit und ohne “h” stimmt schon) und wo soll man dafür hin, wenn nicht nach Waunganui.

Wie es scheint nach Taumaranui oder Raurimu oder das National Park Village. Waunganui (Town) liegt zwar auch am Whaunganui (River), aber dann doch ein gutes Stückchen von der Strecke mit der River Journey entfernt. Also habe ich dann meine Pläne kurzfristig geändert und dann New Plymouth + Mt. Taranaki etwas vorgezogen.

New Plymouth (7. März)

Also stand ich dann am nächsten Morgen am State Highway um nach New Plymouth zu kommen. Ich hatte zwar kleinere Startschwierigkeiten, aber nachdem ich meinen ersten Ride hatte, kamen die anderen noch schnell dazu. In insgesamt 5 Rides bin ich dann mit einem Umweg über den “Surf Highway 45” nach New Plymouth gekommen.

Unterwegs konnte ich dann auch schon meine ersten Blicke auf den Mt. Taranaki werfen, der in der Mitte von dem Gebiet hier thront.

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DSC08895Was hat jetzt New Plymouth eigentlich zu bieten ?

Es gibt hier einen Coastal Walkway, der vom AA ( Automobile Association ) zu den 101 Must-Do’s 4 Kiwis gezählt wird. Aber den wollte ich mir dann nicht antun – ich bin stattdessen einfach mal ans Meer gegangen und hab die Aussicht nur von einem Punkt aus genossen.

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Es gibt hier dann auch die Pukekura Gardens, die zur Schloßallee in der NZ Monopoly Edition gewählt wurde.

Ich habe keinen Schimmer was das bedeuten soll – aber man kann sich das ganze ja dann trotzdem einmal anschauen. Am Eingang gab es dann ein Cricketfeld, wo auch gleich 2 Mannschaften gegeneinander gespielt haben – aber ich habe keine Ahnung wie dieses Spiel funktioniert.

Mit dem Rest konnte ich dann zum Glück mehr anfangen, es gibt hier Wasserfälle,

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Seen,

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eine Bühne,

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hängende Dekoelemente

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und natürlich auch das ein oder andere Grünzeug

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Taranaki (8. März)

Am nächsten Tag ging es dann weiter zum Taranaki oder Mt. Egmont – dem riesigen Vulkan, der aber angeblich einfach zu besteigen ist und der am meisten bestiegene Berg in NZ ist. Da ich nicht wusste, was ich da eigentlich machen will, ob ich dort über Nacht bleibe und wohin es danach geht, habe ich mal vorsichtshalber mein ganzes Zeug mitgeschleppt.

Und als ich dann voll beladen auf dem Weg zum SH war, hat auch schon Manuela angehalen (ich hab nicht mal den Daumen rausgestreckt) und gefragt ob ich nicht einen lift brauchen würde. Es hat sich dann rausgestellt, dass sie auch auf dem Weg zum Taranaki war und entgegen jeder Wahrscheinlichkeit, war sie auch deutsch.

Also haben wir uns dann gemeinsam auf dem Weg zum North Egmont Visitor Centre gemacht, da kann man dann Infos kriegen und auch der Track fängt da an.

Allerdings war der Typ im Visitor Centre nicht gerade sehr hilfreich, sodass ich dann alle Pläne von einer Übernachtwanderung mangels Informationen aufgegeben habe und einfach mit Manuela dann nach oben gegangen bin. Allerdings war mein Rucksack darauf ausgelegt, dass ich irgendwo mein Lager aufschlage und dann nur das nötigste mit nach oben nehme…

Für alle die schon wieder vergessen haben, worum es hier geht, ich möchte auf diesen Berg hier (zu Fuß) raufgehen

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Der Weg hat dann steil angefangen, aber es war immerhin noch ein Weg. Das Wetter war auch Top und man konnte dann auch die Vulkane in der Mitte des Landes sehen. Tongariro, Ruapehu und Mt. Doom (der heißt natürlich anders, aber ich kann mir den Namen einfach nicht merken) – da war ich ja vor 4 Monaten schon einmal.

Ganz da hinten kann man sie sehen

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Und auch sonst war die Landschaft richtig cool

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Nach einer Stunde kamen wir dann an einer Hütte vorbei und bis dahin war der weg eigentlich ganz in Ordnung gewesen. Es war zwar ein bisschen steiler gewesen, als die meisten anderen Walks, aber das ist ja nicht so schlimm.

Aber nach der Hütte ging es dann richtig los. Zuerst wurden wir noch mit einer ewig langen Treppe in Sicherheit gewogen. Es ist dann nicht flacher geworden, aber irgendwann war dann die Treppe weg. Und dann stand man wie auf dem Mt. Doom inmitten von Geröll / Schotter (wie auch immer man das nennt).

Was heißt das für den einfachen Wandersmann ?

Für alle 2 Schritte die man nach oben geht, rutscht man gefühlte 3 wieder nach unten. Und es wird dann auch eine gewisse Trittfestigkeit erfordert um nicht andauernd (sondern nur gelegentlich) umzufallen. Ab und zu kämpft man sich dann auch nur auf allen vieren voran und hofft möglichst bald den nächsten sicheren Punkt für eine kleine Pause zu erreichen.

Die kämpfende und krabbelnde Masse hätte sicher ein super Bild abgegeben, aber ich war halt selbst zu sehr damit beschäftigt dem Berg die Millimeter einzeln abzuringen.

Mein Zentnerschwerer Rucksack war dann auch keine große Hilfe.

Das heißt aber dann nicht, dass es danach einfacher geworden ist, der Gipfel war zwar schon fast in Reichweite, aber dann ging es an eine (immer noch schotterlastige) Strecke mit Klettereinlagen. Spätestens hier ist mir dann das Gewicht von meinem Rucksack zu viel geworden.

Irgendwann war dann auch dieses Stückchen hinter mir. Das heißt nicht, dass es danach leichter wurde. Die Kleinsteinigkeit und Rutschigkeit hat dann abgenommen, aber dafür ist es dann wesentlich steiler geworden.

Hier quälen sich auch grad noch ein paar andere Menschen hoch…

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Steep as…

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Aber später ist es mir dann mit dem Rucksack zu viel geworden. Rutschen, hinfallen und hochkämpfen ist ja eine Sache. Aber klettern ist eine andere Sache.

Also habe ich nach einem abrutschgesicherten Plätzchen gesucht, dass ich auch in dieser monotonen Landschaft wiederfinden würde und in dem Vertrauen, dass niemand so blöd ist, sich den auf dem Weg nach unten anzutun, meinen Rucksack abgelegt.

Und siehe da, auf einmal war ich mindestens doppelt so schnell und in nulkommanix war ich dann oben.

Was gibt es dann da oben?

Einen mit Eis gefüllten Krater (ich habe mir Vulkane früher anders vorgestellt)

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Und man hat auch eine klasse Aussicht von da oben

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Der Gipfelstürmer

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Und die andere Seite

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Und dann ging es auch schon wieder nach unten – abgesehen davon, dass die Knie dann irgendwann leicht bis sehr geschmerzt haben

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Am Abend bin ich dann wieder mit Manuela mitgefahren – wir hatten nämlich beide vor am nächsten Tag den Forgotten World Highway zu machen.

Forgotten World Highway (9. März)

Ja am nächsten Morgen ging es dann auf den Highway 43. Der führt von Stratford nach Taumaranui (ja genau der Ort mit der River Journey). Die Muskeln und Gelenke haben noch vom Tag davor geschmerzt, daher war es dann wirklich gut, einfach mal ein paar Stunden im Auto sitzen zu können.

Der Highway führt dann durch die grünen Hügel von Neuseeland – und auch wenn das ein Hwy ist, sind davon 12km unsealed Gravelroad – das heißt Schotterstraße.

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Der Highway

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Und noch mehr grüne Hügel

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Die Bilder könnten jetzt noch ewig so weiter gehen. Aber ich höre jetzt lieber einmal auf und spare meinen Webspace dann mal für andere Anlässe auf.

Das war es dann auch schon für den Teil hier – der Rest kommt dann demnächst in einem anderen Eintrag.

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