Das war dann wahrscheinlich die Tour die am wenigsten zum Backpackerleben passt, die ich hier in Neuseeland gemacht habe und vermutlich auch machen werde. Eine Schiffahrt über den Doubtful Sound mit Übernachtung, einer Menge Mahlzeiten, Kayaktour und vielem mehr.
Für so etwas muss man dann natürlich die beste Kleidung anziehen die man hat. Also die einzige Jeans, das einzige Hemd, den einzigen Gürtel. Auf dem Flyer hieß es, dass man dann non-slippery shoes anziehen soll.
Also bin ich bei den Schuhen geblieben, die mich schon zum Slopepoint und zurück gebracht haben.
Meinen Jandals.
Wer jetzt nicht weiß, was ein Sound ist: Eigentlich genau das gleiche wie ein Fjord, nur dass er durch Wasser und nicht durch Eis geformt wurde.
Das kann einem eigentlich aber auch egal sein, denn die ganzen Sounds hier unten, sind eigentlich falsch benannt, da sie eigentlich Fjorde sind.
Der Doubtful Sound ist dann auch ein kleines bisschen ab vom Schuss und man braucht so seine Zeit, bis man dann tatsächlich da ist. Zuerst muss man den Lake Manapouri überqueren.
Vorbei an den Kepler Mountains, wo es einen der 9 Great Walks gibt.
Danach muss man einen Pass überqueren. Den gibt es erst, seitdem hier in der Gegend ein Wasserkraftwerk gebaut wurde, das weltweit das erste war, bei dem das Gefälle natürlich war und kein Damm gebaut werden musste. Das ist dann zwar recht interessant aber hier gibt es doch wesentlich schönere Sachen.
Von da oben gab es dann auch einen ersten Blick auf den Sound.
Und das gleiche dann 10 Minuten später vom Boot aus.
Der erste Blick auf die Landschaft hat mir dann auch gleich gesagt: Hier werden wohl eine Menge Bilder gemacht. EIn Glück, dass wir aus dem Zeitalter der digitalen Fotografie sind und nicht mehr alle 20 Bilder den Film wechsel müssen. Sonst wäre das hier noch viel, viel teurer geworden.
Es ging dann erst einmal raus zur Tasmansee (nicht dem Tasmansee!) um eine Sealkolonie zu beobachten.
Wie man auf dem letzten Bild erkennen kann, war die See hier dann auch ein bisschen rauer als innerhalb des Sounds. Es hat hier dann auch gestürmt und ab und zu wurde der untere Teil der Aussichtsplattform von den Spritzern einer Welle geflutet
Und nein, ich habe die Reling nicht berührt…
Da waren wir dann doch richtig froh, als wir wieder auf den flachen Gewässern innerhalb des Sounds waren. Wir hatten dann auch gleich unseren Platz für die Wasseraktivität erreicht. Zur Auswahl standen, Motorbootfahrt, Kayak fahren und vom großen Schiff zu schauen. Da fällt einem die Wahl ja wirklich nicht schwer.
Unf von so einem Kayak aus, sieht der Sound – bzw. die ihn umgebenden Berge noch mal wesentlich eindrucksvoller aus. Und wenn die Gipfel teilweise fast 1000m hoch sind, will das schon etwas heißen.
Das einzige Problem war, dass man auch hier von den Sandflies terrorisiert wurde. Und hier ist jetzt auch der passende Zeitpunkt für die Entstehungsgeschichte der Sandfly (aus Maori Sicht).
Irgendwelche Götter (ich kann mir die Namen nie merken), haben das Fiordland in all seiner Schönheit erschaffen). Und auch wenn nur wenige Maori auf der Südinsel lebten, kamen einige hierher und haben dann diese atemberaubende Landschaft gesehen.
Diese Menschen waren dann so begeistert, dass sie ihre ganze Arbeit vergessen haben und faul wurden, weil sie einfach nur noch die Natur genossen haben. Das hat aber irgendeinem anderen Gott nicht gefallen. Also hat er die Sandfly erfunden um den Menschen aus seiner Trance herauszuholen.
Eine andere Variante geht so, dass die Sandfly erfunden wurde um den Menschen aus dem Fiordland fernzuhalten. Egal welche stimmt – die Sandfly ist der Preis den wir für solche Anblicke bezahlen müssen.
Danach ging es mit dem Schwimmen weiter. Dafür wurde eine Leiter auf dem Boot aufgestellt und man durfte runterspringen. Bei einer Wassertemperatur von weniger als 13°C ist der Aufprall da, dann doch … atemberaubend. Aber auch sehr, sehr erfrischend.
Und erst danach kann man eine heiße Dusche wirklich würdigen.
Und dann ging auch die Sonne schon langsam unter, was dann natürlich eines hieß:
Abendessen:
Am nächsten Morgen ging es dann früh raus um den Sonnenaufgan mit zu erleben. Das ist dann leider nicht wirklich was geworden, weil die Sonne von einem der Berge verdeckt wurde.
Aber auch mit Sonne sah das ganze dann wirklich gut aus.
Wir hatten dann sogar das Glück, von einem Delphin begleitet zu werden (zumindest für eine kurze Strecke).
Und weiter ging es dann durch die Sounds.
Stellenweise war das Wasser dann sogar so ruhig, dass es einfach perfekt gespiegelt hat.
Und dann waren wir aber auch schon am Ende von unserer Cruise. Das heißt es gab einen letzten Blick zurück
Und noch einen
Und dann wars das auch schon
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