Samstag, 16. Januar 2010

Tag 4 – Mt Cook.

Am vierten Tag bin ich dann recht früh augebrochen und ziemlich direkt zum Aoraki gefahren. Für alle die nicht wissen was ein “Aoraki” ist: Es ist der Maori Name für Mt. Cook. Das ist der höchste Berg Australasiens und liegt in Neuseeland. Logischerweise ist er dann auch der höchste Berg des Neuseelands. Und wie so vieles auf der Südinsel liegt er im riesigen World Heritage Area.

09-12-22-Mt. Cook-3134 09-12-22-Mt. Cook-3133 Er liegt im Herzen der Südinsel – das heißt, eigentlich im Niemandsland. Der Weg dahin war dann auch wie am Tag davor ziemlich leer. Eigentlich war nur der Straßenbelag anders. Denn der Weg zum Mt. Cook ist mit toten Tieren gepflastert.

Zumindestens fast. Mindestens alle 50 Meter liegt hier ein totes Tier, manchmal auch zwei. Es reicht vom Hasen über das Possum bis zum Vogel. Und das ganze geht dann über Kilometer so weiter, bis man irgendwann am Mt Cook Village ankommt.

Das ist ein kleines Dorf – warum es so heißt dürft ihr selber raten. Da gibt es dann auch nicht viel mehr, als ein paar Hotels, Restaurants, Backpackers, und das DOC. Ein DOC hat hier nichts mit Ärzten, Krankheiten oder Medizin im Allgemeinen zu tun, sondern es handelt sich um das Department of Conservation. Das ist hier die Naturschutzbehörde, die sich auch um die Instandhaltung von den Tramping Tracks kümmert. Das heißt das DOC ist die ideale Anlaufstelle, wenn man irgendwelche Informationen über einen Weg braucht. Außerdem bucht man hier seine Unterkünfte für Multidaytracks.

EIn weiteres Highlight hier ist das Edmund Hillary Alpine Center. Weil Edmund Hillary ja einer der ganz wenigen Neuseeländer ist, der es zu internationaler Berühmtheit und Ruhm gebracht hat ist/war er natürlich ein Nationalheld. Damit ist er mindestens so wichtig und toll wie die All Blacks und Peter Jackson (Nationalheld Nummer 2 und Regisseur von Lord of the RIngs). Allerdings war der Eintritt da dann auch entsprechend teuer, weshalb ich dann nur zum DOC gegangen bin.

Da habe ich dann auch gleich eine schöne Broschüre mit Walks in dem Gebiet hier bekommen. Leider kann man nicht so einfach auf dem Mt Cook selbst wandern, sondern ihn nur von verschiedenen Punkten anschauen.09-12-22-Mt. Cook-3140

Also bin ich dann gleich zum ersten von diesen Punkten, dem Kaka Point gegangen. Der Kaka ist ein Neuseeländischer Vogel, aber leider habe ich auch da keinen gesehen. Aber wenigstens hatte man vom Lookout einen schönen Blick auf den Mt Cook und seine Nachbarn.

09-12-22-Mt. Cook-3149 09-12-22-Mt. Cook-3151 Allerdings wollte ich ihn aus noch mindestens einer weiteren Perspektive gehen. Also bin ich einem Track, der auf meinem Rückweg abgezweigt ist gefolgt. Leider weiß ich inzwischen nicht mehr wie der hieß. Aber von da oben gab es dann noch mal einen super Blick auf diese majestätischen Gipfel. Und natürlich Mittagessen.09-12-22-Mt. Cook-3186 09-12-22-Mt. Cook-3174(Ok das im Hintergrund ist jetzt beide Male nicht der Mt Cook)

Danach ging es wieder nach unten und um 4 Uhr war ich schon wieder am Carpark. Für den Tag hatte ich eigentlich nichts weiter geplant gehabt. Also habe ich nach einer weiteren Beschätigung gesucht und auch gleich eine gefunden. Gleich in der Nähe vom Mt Cook gibt es den Tasman Gletscher und den Tasman See (nicht zu verwechseln mit der Tasman See, die ist ein Stückchen weiter im Osten), also bin ich da hingefahren.

Nach 20 km Schotterstraße war ich dann auch schon da. Es gab dann 2 Walking Optionen. Glacier Viewpoint und Blue Lakes. Ich hab mich dann für die Blue Lakes entschieden. Weil ein blauer See ist ja immer etwas schönes. Und als ich nach 20 Minuten den ersten dieser Seen erblickt habe, wurde ich auch gleich in Erstaunen versetzt.

Der See war grün.

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Was zum Teufel ? Nochmal ein Blick auf die Karte – ja ich bin hier schon richtig. Ein Blick nach vorne – ja der See ist grün. EIn Blick auf die Brille – ja die ist dreckig. Aber selbst nachdem ich sie geputzt hatte, war der See noch grün. Und auch bei den Seen die weiter hinten kamen, hat sich nichts geändert, es war immer dasselbe Spiel (selbst die dreckige Brille…)

Danach bin ich zum Tasman Glacier Lookout gegangen. Ich hatte gehört, dass sein Eis immer noch gute 500 Meter (oder Fuß, da bin ich mir nicht mehr sicher) dick ist. Also habe ich dann eine entsprechend mächtige Eisfläche erwartet.

Und dann habe ich das hier gesehen:

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Mein erster Gedanke war: “Where is the Glacier?” Da war ich wohl nicht der einzige. Denn es gab da ein Schild mit derselben Überschrift, dass mir erzählt hat, dass die Gletscherspitze vom eigenen Schmelzwasser bedeckt wird, aber das Eis darunter dann immer noch die 500 was-auch-immer dick ist.

Schade, so sieht das dann trotzdem nicht sehr eindrucksvoll aus.

Am Abend habe ich dann noch auf einem Lookout auf dem Rückweg geschlafen. Von dort aus hatte man dann auch einen super Blick auf den Mt Cook. Beim Sonnenuntergang sah der dann nochmal richtig cool aus. Leider kommen Sonnenauf- und untergänge auf den Fotos nie richtig rüber

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