Sonntag, 17. Januar 2010

Mit Philipp unterwegs nach Queenstown

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So nachdem der Philipp (ein Freund von mir der im Moment auch ein Work&Traveller in Neuseeland ist, aber im Gegensatz zu mir schon beide Seiten des Visums kennengelern hat) mir ja dann unerwartet in Christchurch Gesellschaft geleistet hat und sich dann dort ein Auto gekauft hat, sind wir dann zusammen weiter gereist.

Das hat zwar dann bedeutet, dass ich mein 1 $ Busticket, dass ich mir nach Queenstown besorgt hatte, verfallen lassen musste, aber man muss ja Opfer für seine Freunde bringen.

Unsere Route hat meiner Route vom Roadtrip (zumindest am Anfang) erstaunlich stark geähnelt. Zuerst sind wir an der Ostküste nach unten gefahren. Und dann durch Central Otago nach Queenstown. Aber wenigstens haben wir nicht genau die gleichen Stopps gemacht.

Zuerst sind wir nämlich in Timaru stehen geblieben. Laut Lonely Planet soll es hier nämlich einen Christmas Fair geben und damit die 10 Tage nach Weihnachten die belebtesten im ganzen Jahr sein.

Das mag ja schon stimmen, aber auch nur weil wahrscheinlich sonst überhaupt nichts los ist. Der Christmas Fair bestand aus ca. 5 Fahrgeschäften, geeignet für Kinder bis 5 Jahre, einem sehr sehr kleinen Riesenrad, ein oder zwei Imbissbuden und ein paar Losständen. Die Betreiber waren alle im Alter ab 65 und waren ungefähr so motiviert, wie wir begeistert. Später haben wir dann noch gehört, das alle hier mit Alkohol bezahlt werden – wir sind sogar bereit das zu glauben.

DSC04305Nachdem es hier nichts zu machen gab, sind wir erst einmal zum Parkplatz zurückgegangen, haben den Campingkocher ausgepackt und uns einen Kaffee gemacht. Und dann haben wir wohl das beste was man in Timaru machen kann gesehen. Einen Minigolfplatz mit einer Gebühr von $ 3. Selbst bei dem immer schlechter werdenden Wechselkurs, ist das noch ein Schnäppchen. 

DSC04254DSC04270 Also sind wir dann da hingegangen und haben uns von der Verkäuferin, die schon alleine mit dem sitzen überfordert schien und auch wahrscheinlich die (Groß- ?) Mutter von den Verkäufern am Christmas Fair war, die Ausrüstung geholt. Dank unserer Golferfahrung haben wir es geschafft, den Ball zielstrebig ins Loch – oder wenn das nicht funtkioniert ihn elegant, dynamisch und kraftvoll, möglichst weit vom Kurs, teilweise sogar vom Gelände zu befördern. Das nennt sich dann Cross Minigolf.

DSC04304DSC04303  Danach sind wir dann nach Oamaru gefahren. Nachdem ich aber da schon einmal gewesen bin, haben wir den Großteil übersprungen uns sind nur zum Penguin Lookout gefahren. Der war dann im Gegensatz zum letzten Mal richtig überfüllt (mit anderen Menschen, nicht mit Pinguinen) und dann haben wir gewartet und gewartet. Nachdem sich nichts getan hat, sind wir dann mal ein kleines Stückchen rumgewandert und sind hinter einen Hügel gegangen.DSC04315

Aus irgendeinem Grund sind uns plötzlich eine Menge Menschen gefolgt. Das hat uns dann erst einmal sehr gewundert, bis wir dann irgendwann gesehen haben, dass man von unserer Seite des Hügels einen Orca sehen konnte. Also haben wir statt ein paar langweiligen Pinguinen dem Wal zugeschaut und nachdem er verschwunden war, sind wir dann auch weitergefahren. (Das war dann am Ende wohl auch die richtige Entscheidung, weil wegen dem Orca haben die Pinguine sich nicht getraut an Land zu kommen.)

DSC04312 DSC04310 Naja geschlafen haben wir dann wieder an einem Layby und ich muss sagen diese Nacht hat dann doch stark an meinem Selbstbewusstsein gerüttelt. Wieso?

Ganz einfach. Ich bin ein Backpacker und Reise auf der anderen Seite der Erde. Das heißt ich habe während dieser Zeit eigentlich kein wirkliches zu Hause. Stattdessen lebe ich in Backpackers oder bei Wanderungen im Zelt oder mal kurzzeitig im Auto. Das ist alles schön und gut.

Ich kann dann immer noch auf solche Leute, die in ihren Autos leben runterblicken. Denn das ist ja dann doch noch ein bisschen heruntergekommener, als so ein Leben in Backpackers.

DSC04321 DSC04322 Nur dann habe ich in dieser Nacht mein Zelt neben einem dieser Autos aufgeschlagen, das war dann doch irgendwie hart.

DSC04326 Aber auch damit kann man sich ja abfinden. Am nächsten Tag sind wir dann (surprise, surprise) nach Dunedin, genauer gesagt auf die Otago Peninsula gefahren. Da war es wieder kalt und sehr, sehr windig, aber leider sind wieder keine Albatrosse geflogen. Bei den Pinguinen haben wir es erst gar nicht probiert, weil der Philipp sein Auto vor der Peninsula nicht vollgetankt hatte.

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Nachdem die Otago Peninsula ja dann doch recht groß ist, war der Tag dann auch schon recht weit vorangeschritten. Also sind wir dann nur noch ein Stückchen weiter gefahren. Da sind wir dann auch am vorerst südlichsten Punkt unserer Reise angekommen. Und die südlichste Stelle, an der ich in bis zun neuen Jahrzehnt war, ist dieser Mülleimer:DSC04334 Am Abend sind wir dann noch ein Stückchen weiter (durch Central Otago) Richtung Queenstown gefahren. Da haben wir dann auch wieder einen richtig geilen Lay-by gefunden. Bei dem war es mir dann sogar egal neben einem Auto zu schlafen:

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Am nächsten Tag sind wir dann nur noch nach Queenstown gefahren. Mittendurch durch die wunderschöne und verlassene Landschaft von Mittelerde  Neuseeland.DSC04393 DSC04366  DSC04370 DSC04372 DSC04376 DSC04380DSC04369

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