Samstag, 30. Januar 2010

Das Ende der Southern Scenic Route – bis zum Milford Sound

2010-01-12 Milford Sound 024 Nachdem wir uns vom Luxus der Doubtful-Cruise verabschiedet haben, sind wir auch gleich wieder in die harte Realität des Backpackerlebens zurückgeholt worden. Mit all dem Reis-vom-Vortag-essen und sich-zu-zweit-in-ein zu-kleines-Auto quetschen. Dabei ist das Auto vom Markus eigentlich gar nicht so klein. Wir haben einfach zu viel Zeugs dabei.

Wir sind dann das letzte Stück der Southern Scenic Route gefahren. Von Manapouri bis zum Milford Sound. Da wird die Landschaft dann nochmal richtig beeindruckend, wenn man so langsam in die Southern Alps reinkommt – bzw. neben sie.

DSC05655 2010-01-12 Milford Sound 002Aber trotzdem werden einem die Fotos nicht geschenkt. Man muss sich immer (zumindest ein bisschen) anstrengen um die perfekte Perspektive zu bekommen und am optimlen Fotospot zu bekommen.

Das lohnt sich dann in vielerlei Hinsicht. Man hat sein Foto, hat eine Balanceübung gemacht und das beste ist: In der Regel hat mn dann sogar noch ein zweites Foto.

Es gibt dann neben der Landschaft noch ein paar andere größere Punkte, an denen man dann vorbeikommt.

DSC05733Zum Beispiel die Mirror Lakes. Diese Seen sind ganz klein und werden daher in der Regel nicht vom Wind aufgewühlt. Daher sind sie dann normalerweise spiegelglatt.

Und weil das so toll ist, hat das DOC das Schild da dann auch spiegelverkehrt aufgestellt. Als wir da waren, hat das dann leider nicht ganz zu 100% funktioniert.

Aber da wir so einen Spiegel schon am Doubtful Sound gehabt hatten (und da sogar in groß), war das dann nicht weiter tragisch.

  Ein nächster großer Punkt sind ein paar Wasserfälle an denen man vorbeifährt. Über die drüber verläuft dann eine Neuseeländische Spezialität – eine One-Lane-Bridge, also eine Brücke auf der keine zwei Fahrzeuge nebeneinander fahren können und daher eine Seite immer warten muss. Von den Brücken gibt es hier tausende. Dass dieses System funktioniert, führt einem dann auch mal wieder vor Augen, wie wenig Menschen hier eigentlich unterwegs sind.

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Und dann gibt es hier auch wieder einige Lookouts, an denen man dann die Berge und Täler der Landschaft hier genießen kann. Da ich selber keine Ahnung mehr habe, wo die eigenlich genau waren, kann ich keine Hintergrundinformation dazu geben.

DSC05766 DSC05762 Da haben wir dann aber noch ein paar Keas gesehen. Keas sind Alpenpapageien, die es hier in der Gegend gibt. Angeblich soll man denen nicht über den Weg trauen und sie auf gar keinen Fall aus den Augen lassen. Sie sollen auch eine Vorliebe für Gummi haben und schon dem ein oder anderen naiven Reisenden das Auto angeknabbert haben. Ob das jetzt stimmt weiß ich nicht, aber ich find den Vogel trotzdem cool.

DSC05750 DSC05752 Danach sind wir durch den Tunnel gefahren. Ich kann hier “der” Tunnel sagen, weil es hier in Neuseeland fast nie Tunnel gibt. Das ist auch der einzige an den ich mich erinnern kann. Nach typischer Kiwimanier ist er auch nur einspurig. Soweit ich weiß hält er damit auch einen Rekord als längster einspuriger Tunnel oder so ähnlich. Auch jenseits von Rekorden ist er sehr eindrucksvoll, denn er sieht wie frisch gesprengt aus. Er ist jetzt nicht wie uns an den Wänden zubetoniert und eine lange und langweilige Röhre, sondern die Wände sind alle aus Fels und nicht glatt sondern zerklüftet.

DSC05802 Leider habe ich den Riesenfehler gemacht und mich darauf verlassen, dass wir am nächsten Tag noch einmal da hinfahren würden und deshalb kein Foto gemacht. Ich glaube ich lerne nie, dass man das als Reisender nie, niemals unter keinen Umständen machen darf.

Daher gibt es den Tunnel leider nur von außen. (Mitte April wenn ich den Milford Track machen werde, werde ich wohl tatsächlich noch einmal hier sein – aber das dauert ja noch ein bisschen).

Und dann waren wir schon am Milford Sound. Wenn man am Doubtful Sound war, ist das nicht mehr ganz so eindrucksvoll. Und wenn man mit einem Schiff und vor allem mit dem Kayak schonmal zwischen den Gipfeln eines Sounds durchgefahren ist, dann ist so ein Blick von außen erst recht nicht so überwältigend wie er sein könnte.

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DSC05811Es hat uns dann natürlich trotzdem gut gefallen. Wir haben dann auch noch ein paar Fotos vom Wahrzeichen des Sounds – dem Mitre Peak gemacht.

Mitre ist englisch für eine Bischofsmütze. Wir haben dann noch versucht zu ergründen ob dieser Name dann auch wirklich gerechtfertigt ist.

 

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Am nächsten Tag ging es dann noch ins Hollyford Valley um einen anderen Wasserfall anzuschauen…

DSC05821 DSC05817 Und damit waren wir dann auch schon am Ende von diesem Kapitel der Reise und ich hab den ganzen Süden des Landes entlang der Southern Scenic Road gesehen. Der ganze Süden heißt hier: EIn bisschen von den Catlins und ein bisschen vom Fiordland.

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