In Queenstown angekommen, sind dann erstmal der Markus und seine FSJ-Kollegen angekommen. Wir waren dann am Ende fast 20 Deutsche, was uns dann dazu veranlasst hat, hier das Camp Deutschland zu gründen und eine Deutsche Flagge aus dem Billigladen der Stadt über unseren Zelten zu hissen. Als die Genies die wir nun einmal sind, haben wir die Fahne dann auch genau über dem einzigen Zelt, das nicht von Deutschen bewohnt war positioniert. Aber das Zelt von unseren Schweizern war hat genau in der Mitte.
An den Abenden haben wir dann immer einen (oder mehrere) Clubs für New Years Eve gesucht. Wir waren dann schon ein bisschen enttäuscht. Am Ende gab es nämlich nur einen Club, in dem einigermaßen was los war – die World Bar.
An den Tagen haben wir dann nicht so viel gemacht. Meistens gar nichts. Nur am 30. sind wir dann mal hoch auf den Berg der hinter Queenstown liegt. Dort gab es dann eine Sommerrodelbahn, auf der wir uns ein bisschen ausgetobt haben und irgendwo gab es da oben auch eine Buch mit Australien-Witzen. Und seitdem weiß ich was das schlimmste an Australien ist: Es liegt über dem Meeresspiegel.
Ein anderes Highlight von Queenstown sind die Fergburger. Das ist eine Burgerbude die noch bessere Burger als der Burgerfuel macht. Die muss man dann natürlich im Park von Queenstown genießen.
Das Feuerwerk von Queenstown war dann recht enttäuschend, ich glaube eine Batterie vom Aldi gibt da schon mehr her, zum Glück gibt es Mittel und Wege – in flüssiger Form – mit deren Hilfe man dann solche unwichtigen kleinen Dinge schnell vergisst. Den Rest des Abends werde ich jetzt hier nicht genauer ausführen – wer dabei war wird sich daran erinnern (oder auch nicht) und das muss reichen.
Am nächsten Morgen hat dann schon ganz in der früh – so gegen 11 – der “Typ mit Holzknüppel” vorbeigeschaut und uns in einer richtig trägen Verfassung zurückgelassen. Den Tag haben wir dann damit verbracht unseren Jahresrückblick vom Vortag zu beenden (ich glaub wir sind nicht weiter als Januar gekommen), uns zu überlegen was wir zum Mittagessen kochen, es dann schnellstmöglich einzukaufen und es dann perfekt getimet als Abendessen ertig zu haben und den letzte Abend nur aus unserer Erinnerung zu rekonstruieren.
Das funktioniert so: Wir hatten ja alle irgendwann eine recht selektive Wahrnehmung gehabt. Das heißt wir haben nicht mehr 100% von unserer Umgebung wahrgenommen. WIr wissen zwar noch von anderen Tagen, wie zum Beispiel der Steg von dem wir das Feuerwerk “bewundert” haben aussieht, aber was man von dem Abend in Erinnerung hat ist – zum Beispiel – eine lange Plattform im Nichts, das Wasser hat man ausgeblendet. Und auch wenn man objektiv weiß, dass es da noch eine Menge andere Menschen gab, erinnert man sich nur noch an 2 oder 3 andere.
Das heißt die Stegszene ist dann eine lange Plattform im Nichts, auf der noch 2 oder 3 andere Menschen, die vielleicht sogar noch verschwommene Gesichter haben. Das ist dann doch recht lustig sich 20 verschiedene Versionen von so einem Event anzuhören.
Am nächsten Morgen haben wir uns dann aufgelöst und sind wieder getrennte Wege gegangen. Der Markus, mit dem ich dann die nächsten Tage mitreisen würde, ist dann erstmal den Routeburn Track gegangen und ich habe dann noch in Queenstown gewartet
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